Constructive Alignment in Learning Management Systemen (LMS)

4. Dezember 2025

Das Constructive Alignment ist die Abstimmung von Lernzielen, Lehr- und Lernformen sowie der Leistungsüberprüfung. Sie gewährleistet, dass innerhalb einer Lehrveranstaltung das gelernt und geprüft wird, was die Studierende tatsächlich lernen sollen. Um das Constructive Alignment für die Studierenden noch klarer zu gestalten, habe ich auf dem Learning Management System OLAT eine neue Struktur entwickelt, welche ich nun konsequent für alle Lehrveranstaltungen umsetze. Das neue System ersetzt die alte für mich eher unbefriedigende Struktur mit Materialordnern.

Das neue System besteht aus einem Strukturelement pro Thema. Je nach Lehrveranstaltung kann das ein Thema pro Woche sein oder auch weniger, wenn mehrere Wochen das gleiche Thema behandeln. Die Themen sind durchnummeriert, um ein schnelleres Auffinden zu ermöglichen und ein klares Inhaltsverzeichnis zu erhalten. Das erste Element bilden immer die Lernziele dieser Einheit ab. Dadurch wird es für die Studierenden auf den ersten Blick klar, was sie aus diesem Thema mitnehmen sollen und worauf sie beim Erlernen der Inhalt ihren Fokus legen sollen.

Als nächstes folgen die Materialen. Die Materialien beginnen mit einer Übersichtsseite. Dort können auch die Kapitel/Seiten der Pflichtlektüre angegeben werden, sie für diese Einheit zu lesen sind. Des weiteren können wissenschaftliche Artikel, Links zu externen Seiten, sowie allfällige Vorlesungsfolien hinzugefügt werden. Dieser Teil stellt das Einatmen im Lernprozess dar, also das Aufnehmen und aneignen von neuen Inhalten. Nach dem Einatmen der Inhalten folgt ein Ausatmen, in dem das Wissen durch Übungen angewendet, vertieft und gefestigt wird.

Als letztes Teil der neuen Struktur folgt sofern sinnvoll für die Lehrveranstaltung eine formative und gegebenenfalls summative Leistungsüberprüfung der Lernziele. Wird die Veranstaltung am Ende mit einer Multiple Choice Prüfung abgeschlossen, so ist zumindest ein formativer Selbsttest mit prüfungsähnlichen Fragen angebracht. Damit erhaltet die Studierenden direktes Feedback über den Lernerfolg und können mögliche Fragen der finalen Prüfung besser abschätzen.

Neben dieser neuen Struktur füge ich übergeordnet immer ein Forum hinzu, sowie den Syllabus als Dokument. Gibt es für die Lehrveranstaltung eine übergeordnete Pflichtlektüre, füge ich diese ebenfalls als übergeordnetes Element ein.

Die Rückmeldungen der Studierenden auf die neue Struktur ist sehr positiv.